Raphael Stange

Firmengründer und Doktorand

Besser denken lernen durch Metakognition

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Wissenschaftliche Studien belegen, dass wir durchschnittlich zwischen 60.000 – 70.000 Gedanken pro Tag denken. Ein Großteil dieser Gedanken ist nebensächlich und flüchtig (70%). Weiterhin ist ein großer Teil dieser Gedanken destruktiv und negativ (27%). Nur ein kleiner Teil unserer Gedanken ist positiv, aufbauend oder kreativ (3%).

All unsere Gedanken beeinflussen unsere Emotionen, Handlungen und Ergebnisse in unserem Leben. Um genauer zu sein, sind unsere Gedanken, Emotionen, Handlungen und Ergebnisse sehr eng miteinander verknüpft. So kann ein positiver Gedanke positive Emotionen entfesseln, welche wiederum positive Handlungen hervorrufen, welche wiederum zu positiven Ergebnissen in unserem Leben führen. Die positiven Ergebnisse in unserem Leben können wiederum positive Gedanken fördern und schließen somit den Kreislauf.

Gedanken Kreislauf

Möchten wir also damit beginnen besser zu leben, müssen wir erst einmal lernen besser zu denken. Um besser zu denken, benötigen wir ein höheres Maß an Bewusstsein und Achtsamkeit gegenüber unseren eigenen Gedanken. In diesem Zusammenhang müssen wir lernen negative Gedanken als solche überhaupt erst wahrzunehmen und uns von diesen zu distanzieren. Ansonsten haben diese Gedanken negative Auswirkungen auf unsere Emotionen, unser Handeln und unsere Ergebnisse in unserem Leben.

Jedoch fällt es den meisten Menschen sehr schwer besser denken zu lernen, da sie keine Distanz zum eigenen Denken und den Gedanken innerhalb dieses Denken aufbauen können. Das liegt daran, dass wir uns sehr stark mit unseren eigenen Gedanken identifizieren und diese als Teil unseres Seins ansehen. Es fällt uns schwer unser eigenes Denken zu differenzieren und zu filtern. Deshalb werden wir häufig unser Leben lang von eingefahren Gedanken und Gedankenmustern kontrolliert. Wir schaffen es nicht unser Denken zu kontrollieren.

Aus diesem Grund beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit der Fähigkeit der Metakognition. Die Metakognition ist ein Begriff aus der Psychologie. Vereinfacht gesagt, ist die Metakognition die Fähigkeit über sein eigenes Denken nachzudenken. Metakognitionen umfassen zum einen das Wissen und zum anderen auch die Kontrolle über die eigenen Gedanken. Somit handelt es sich bei der Metakognition um eine höhere Form des Bewusstseins, welche befreit von gesellschaftlichen und kulturellen Programmierungen und anerzogenen Glaubenssätzen ist. Aus diesem Grund ermöglicht es uns die Metakognition eigene Gedanken nicht als objektive Realität, sondern als subjektives Gedankengut zu identifizieren. So schaffen wir es uns von unseren eigenen Gedanken zu distanzieren.

Die Fähigkeit der Metakognition erlaubt es uns langfristig unser Denken zu kontrollieren und kann so entscheidend zu unserem Glück beitragen. Sie erlaubt es uns achtsamer gegenüber unseren Gedanken zu werden. Denn nur wenn wir es schaffen uns über unsere Gedanken bewusst zu werden, können wir uns entscheiden ob wir diese weiterdenken möchten oder nicht.

In diesem Zusammenhang gibt es zahlreiche Methoden, welche es uns erlauben bewusster zu denken. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Achtsamkeit
  • Selbstreflexive Fragetechniken
  • Wache Bewusstheit
  • Meditation
  • Entspannungs-Methoden
  • Gehirnwellenstimulation

Hast du einmal probiert, deine eigenen Gedanken mittels Metakognition zu kontrollieren?

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